
Unsere Ausrüstung - Drachen und Leinen |
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| Für unseren Sport brauchen wir natürlich auch eine adäquate Ausrüstung. Zum Glück gibt es in diesem Sport nicht eine derartige Materialschlacht wie z.B. im Motorsport, wo das zur Verfügung stehende Budget stark am Erfolg mitentscheidet. Der Faktor Mensch war und ist im Lenkdrachensport der wesentlichste Faktor für den Erfolg. | |
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Unsere Drachen |
Wir fliegen mit der Northshore Radical Serie des
amerikanischen Herstellers TopOfTheLine. Diese Drachen wurden weltweit von vielen Teams eingesetzt, weil sie sich
durch die Geräuschentwicklung und damit einhergehende Geschwindigkeitsstabilität
besonders gut für den Teamflug eignen. Windböen setzt dieser Drache nicht gleich in
Geschwindigkeit um, sondern zunächst in Lärm. Erst dann folgt die Beschleunigung. Die
Geräusche kann man auch gezielt für dynamische Effekte einsetzen, wie zum Beispiel bei
Durchflügen. Wenn wir nach einem Durchflug stark an den Leinen ziehen, untermalt das
Geräusch die Dynamik des Manövers. Auch eckige Passagen kommen durch das knallende
Geräusch in jeder Ecke sehr wirkungsvoll rüber. Prinzipiell sind die meisten guten Lenkdrachen für Teamflug geeignet. Wichtig ist, dass alle Teammitglieder den selben Drachen mit der selben Waageeinstellung fliegen. Die Northshore Radical stehen in 4 Ausführungen zur Verfügung, damit wir für jede Windstärke ein passendes Gerät haben. |
Kona |
Der Kona ist die Leichtwindvariante des Radical. Dieser Drache ist mit einem Rahmen aus SkyShark 3p Stäben ausgerüstet. Der Windbereich geht vom unteren Wettbewerbslimit, etwa 4 km/h, bis ca. 18 km/h. Aufgrund seiner Agilität ist der Kona unser Lieblingsdrache. 1997 haben wir von TopOfTheLine die neuen Icarex Segel für den Kona bekommen, die leichter sind, und am unteren Windlimit somit eine stabilere Leistung bringen. |
Radical |
Der Radical ist Basisdrache dieser Serie. Mit einem sehr weichen Easton Gestänge ausgerüstet, reagiert er nicht unbedingt knackig. Der Windbereich überschneidet sich sehr breit mit dem Kona: Von etwa 7 km/h bis ca. 20 km/h. Unser am seltensten geflogener Drache. Wenn wir den Drachen mit stabilen SkyShark Stäben ausrüsten, werden wir ihn wohl wesentlich öfter verwenden. |
Radical VIP |
Die Abkürzung VIP steht hier für Vented Interior Panel, gibt also zu erkennen, daß ein Stoffpanel aus Gaze (Netz) gefertigt ist, wodurch der Drache auch bei stärkerem Wind wegen des Druckabbaues noch gut fliegbar ist. Der Windbereich geht von etwa 15 km/h bis rund 35 km/h. Diesen Drachen fliegen wir in Österreich nur sehr selten. Wenn der Wind bei uns höhere Geschwindigkeiten erreicht, wird er sehr böig. Am Meeresstrand jedoch herrscht bei jeder Windgeschwindigkeit immer eine sehr homogene Strömung, in der diese Drachen natürlich perfekt fliegen. Es gab bisher kaum einen Bewerb, bei dem wir nicht auf den VIP zurückgreifen mußten. (ausgenommen Alpencup 1996!) |
Airkraft VIP |
Diese Variante des VIP wurde vom englischen Team Airkraft entwickelt und enthält noch mehr Netze, wodurch der Windbereich auf 25 - 55 km/h erhöht wurde. Der Drache ist mit Starkwindzubehör sogar für noch höhere Geschwindigkeiten einsetzbar. Zwar wird dem Drachen nachgesagt, daß er auch bei hohen Windgeschwindigkeiten noch stabile Stalls (Stops) machen kann, es ist jedoch fast nicht möglich, einen Stall mehr als wenige Zehntelsekunden zu halten, weil sich die Strömung durch die hohe Windgeschwindigkeit einfach zu schnell wieder aufbaut. |
Noshore(c) Christian Schimanek
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Es gibt Wettbewerbe, die nicht nach den Regeln von STACK geflogen werden.
STACK ist als internationaler Lenkdrachenverband die Organisation, die die Regeln für
Wettbewerbe aufstellt. Die Weltmeisterschaften werden z.B. nicht nach diesen Regeln
geflogen. Um auch bei Unterschreitung der Mindestwindgeschwindigkeit von 4,8 km/h noch
für Wettbewerbe gerüstet zu sein, hat Christian einen extrem leichten Drachen
konstruiert, der den Wind mit seinen bombierten Segelflächen, 2,75 m Spannweite und
extrem leichten 5mm Stäben besonders effizient umsetzen kann. Wenn auf Drachenfesten
nichts mehr fliegt, dann packen wir diese Drachen aus und - fliegen! Der Name ist aufgrund der Ähnlichkeit des Schnittes an den Northshore angelehnt, die Vorsilbe NO gibt zu erkennen, daß der Drache auch praktisch ohne Wind fliegt. |
Starkwind- zubehör |
Starkwindzubehör sind Nappies und Bras. Nappies sind Gaze-Teile, die als Bremsnetze
zwischen Leine und der Waage des Drachen eingespannt werden. Je nach Größe bremsen sie
den Drachen beachtlich und ändern durch die Bremswirkung auch den Anstellwinkel, wodurch
der Zug nachläßt. Ungünstigerweise werden die Drachen dadurch jedoch auch etwas
träger, und Stops sind praktisch überhaupt nicht mehr möglich. Bras (engl. Bra,
Büstenhalter) sind dreieckige Gaze-Netze, die zwischen oberer und unterer Querspreize
gespannt werden und den Wind vor Auftreffen am Segel brechen. Damit schwächen sie die
Effizienz und machen die Drachen bei starkem Wind besser fliegbar. Unser Starkwindzubehör haben wir (respektive Christian) selber angefertigt. |
Leinen |
Wettbewerbsleinen müssen möglichst dehnungsstabil sein, damit die Lenkimpulse kristallklar zum Drachen durchkommen und der Pilot die volle Kontrolle über das Gerät hat. Leider sind hier die besten Materialien gleichzeitig auch die teuersten (Spectra). |
Eindrehungen |
Beim Teamflug ist es auch wichtig, daß die Leinen sehr glatt sind, damit sie sich bei Eindrehungen nicht sperren und zum Absturz der Drachen führen. Schlimm ist es auch, wenn sich zu rauhe Leinen gegenseitig durchsägen, was in den meisten Fällen zur Disqualifikation führt (falls die Leinen erst nach mehr als 2 Minuten reißen, ist trotzdem eine Wertung möglich). |
Längenabgleich |
Weiters ist es beim Teamflug sehr wesentlich, daß die Leinen aller Piloten gleich lang sind. Mit der Positionierung am Boden kann die Position des Drachens am Himmel genau kontrolliert werden, wodurch die Luftlöcher des Vordermanns nicht zur Falle werden können. |
Leinenlänge |
Ein paar Worte zur Leinenlänge. Je länger die Leine, desto größer ist der zu
befliegende Bereich, desto mehr Platz hat man für die Positionierung der Pflichtfiguren,
desto mehr Zeit vergeht von ganz links bis ganz rechts, und - desto schneller sind die
Feldbegrenzungen (110m im Quadrat) erreicht. Je stärker der Wind, desto schneller die
Drachen, desto länger sollten die Leinen sein, damit die Zeit für einen Durchflug
annähernd gleich ist wie bei langsameren Wind. Bei schwächerem Wind dürfen die Leinen
hingegen kürzer sein. Es gilt also, einen Kompromiss zwischen zu kurzer und zu langer Leine zu finden. 40m ist für Einzelpiloten ein beinahe schon übertriebener Wert. Wir Kite-O-holix (und Just4fun) sind bis 1996 mit nur 38m langen Leinen geflogen. Bei Versuchen in Italien haben wir beschlossen, für starken Wind 53m lange Leinen zu verwenden, bei Normalwind werden wir in Zukunft mit etwa 48m Länge fliegen. |
Shanti Speed |
Shanti ist ein amerikanischer Hersteller, der sehr gute Leinen herstellt und etliche Piloten und Teams in aller Welt sponsert. Die Shanti Leinen zeichnen sich durch gute Stabilität bei gleichzeitig geringstmöglichem Durchmesser, und zusätzlich sehr geringer Dehnung aus. Auch wir haben von Shanti schon mehrere Kilometer Leinen unterschiedlicher Stärken gesponsert bekommen und sind damit sehr zufrieden. Für leichten Wind (Kona) verwenden wir die sehr leichte und dünne (wenig Luftwiderstand!) 40 Kilo (80 Pfund) Leine. Für Normalwind und etwas stärkeren Wind (Kona - VIP) haben wir die 75 kg (150 Pfund) Leine, und bei höheren Windgeschwindigkeiten greifen wir auf unsere 125 und 250 kg (250 bzw. 500 Pfund) Leinen zurück, die durch ihren Durchmesser großen Luftwiderstand bieten und so bei Starkwind die schnell fliegenden Drachen ein wenig bremsen. |
Der Sender |
Ohne Kommunikation zwischen den Piloten kann keine Routine synchron geflogen werden. Einer der Piloten ist daher der Kommandomann, er leitet die Manöver ein und führt das Team durch das Programm. Bei uns hat Ernst Markus diese verantwortungsvolle Aufgabe. Die Kommunikation erfolgt durch Zurufe wie Go! oder Turn! oder Stop!. Das geht bei lockerem dahinfliegen ganz gut, wenn der Wind jedoch stark ist, unsere Drachen richtigen Lärm machen und die Anstrengung uns Piloten ziemlich außer Atem bringt, ist es zum Teil äußerst schwierig, die Kommandos bis zum Ende laut genug und für alle hörbar zu rufen. Daher verwenden wir Minifunkgeräte für die optimale Verbindung zwischen den Piloten. Durch den Einsatz eines hochempfindlichen Kondensatormikrofons reicht für die Kommunikation ganz normales, sogar leises Sprechen. Zudem bietet ein solches System im Balletttraining den Vorteil, die Musik per Radiowalkman gleich mit einzumixen. Spaßhalber nennen wir den Sender auch Radio Kite-O-holix. |
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Kite-O-holix, the Stuntkite Team from Austria. email |
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